Alle Artikel
Offerten & Rechnungsstellung

QR-Rechnung obligatorisch in der Schweiz: was 2026 gilt

Ist die QR-Rechnung 2026 in der Schweiz obligatorisch?
19. Januar 2026
6 Min. Lesezeit
Wer 2026 noch mit einem orangen oder roten Einzahlungsschein fakturiert, erlebt eine böse Überraschung: Die Bank des Kunden akzeptiert das schlicht nicht mehr. Diese Belege sind seit dem 30. September 2022 Geschichte. Die eigentlich wichtige Frage für dieses Jahr liegt aber woanders: in einer viel diskreteren Formatänderung, die bei den meisten Unternehmen unter dem Radar geblieben ist.

Was die QR-Rechnung ist

Ein strukturierter Zahlteil (Betrag, IBAN oder QR-IBAN, Referenz, Zahlungspflichtiger) plus ein QR-Code, der von jeder Schweizer Banking-App gelesen wird. Der Kunde scannt, Betrag und Angaben füllen sich automatisch: kein Tippfehler bei der Referenz mehr, kein Einzahlungsschein, der im Ordner verschwindet.
30.09.2022
Datum, ab dem ES/BESR (orange und rosa Einzahlungsscheine) von Schweizer Banken nicht mehr akzeptiert werden

Die eigentliche Falle 2026: unstrukturierte Adressen

Die Version 2.3 der QR-Rechnungs-Spezifikationen, seit November 2025 in Kraft, verlangt, dass nur strukturierte Adressen (Typ «S»: Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort in getrennten Feldern) im QR-Code zulässig sind. Adressen im Freitext-Format (Typ «K») werden ab dem 30. September 2026 von den Banken zurückgewiesen.
Warum das niemand kommen sieht
Eine Software, die weiterhin QR-Rechnungen mit unstrukturierter Adresse erzeugt, produziert heute noch perfekt funktionierende Dokumente. Das Problem zeigt sich nicht im Test, sondern erst an dem Tag, an dem eine Bank zu verweigern beginnt – oft ohne klare Fehlermeldung auf der Nutzerseite.

Was eine QR-Rechnung enthalten muss

IBAN oder QR-IBAN des Zahlungsempfängers (dedizierte Nummer für die strukturierte QR-Referenz)
Betrag und Währung, oder leeres Feld, wenn der Betrag dem Zahlungspflichtigen überlassen wird
Zahlungsreferenz (27-stellige QRR, oder ISO-11649/SCOR-Referenz)
Angaben zum Zahlungsempfänger und gegebenenfalls zum Zahlungspflichtigen (in strukturierter Adresse seit 2025-2026)
Der QR-Code selbst, gemäss Norm dimensioniert und positioniert, inklusive Ruhezone

Der eigentliche Gewinn ist nicht die Konformität, sondern der automatische Zahlungsabgleich

Die strukturierte Referenz erlaubt es, eine eingegangene Zahlung ohne Raten der zugehörigen Rechnung zuzuordnen, ohne mittwochabends eine Liste von Überweisungen Zeile für Zeile durchzugehen. Das ist das Argument, das am meisten zählt, sobald die Konformität erreicht ist.
Konform heute, konform im September 2026
Cantia erzeugt QR-Rechnungen von Anfang an mit strukturierter Adresse und gleicht jede eingegangene Zahlung automatisch anhand der Referenznummer ab.
Modul Rechnungsstellung ansehen →
Häufige Fragen
Kann man 2026 noch einen orangen Einzahlungsschein verwenden?
Nein. ES (orange) und BESR (rosa) werden seit dem 30. September 2022 von Schweizer Banken weder ausgestellt noch akzeptiert. Jede Rechnung muss inzwischen einen QR-Rechnungsteil enthalten.
Was ändert sich mit der Version 2.3 der QR-Rechnungs-Norm?
Seit November 2025 sind im QR-Code nur strukturierte Adressen zulässig (Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort in getrennten Feldern). Adressen im Freitext werden ab dem 30. September 2026 von den Banken zurückgewiesen.
Was ist der Unterschied zwischen IBAN und QR-IBAN?
Der QR-IBAN ist eine dedizierte Nummer, erkennbar an einem spezifischen Finanzinstitut-Identifikator, die ausschliesslich für QR-Rechnungen mit strukturierter QR-Referenz (QRR) verwendet wird. Ein Standard-IBAN kann ebenfalls auf einer QR-Rechnung verwendet werden, dann aber mit einer Referenz vom Typ SCOR oder ohne Referenz.
Ihre Baustellen im Griff, ohne Mehraufwand
Offerten, QR-Rechnungen, Rapporte und Rentabilität pro Baustelle, gebündelt in einem Tool. 14 Tage Testphase, kein Code nötig.